Sklaverei und Recht in Rom

Wissenschaftsmatinee

11. Februar 2007, 11:00 Uhr
Alte Abtei Mettlach (Villeroy & Boch), Saaruferstrasse, 66693 Mettlach

Thema

Bild In Rom wie in allen antiken Gesellschaften ist die Sklaverei nicht wegzudenken. Sklaven begegnen uns als Händler, Bauern, Ärzte, Unternehmer etc. Manchmal gelangen sie sogar zu grösserem Reichtum als ihre Herren. Gleichzeitig betrachtet sie die Rechtsordnung grundsätzlich als Sachen. Sie kännen z.B. verkauft, vermietet oder vererbt werden, je nach dem Willen ihrer Herren. Sie sind also gleichzeitig Objekt und Subjekt von Rechten. Diese für uns nur schwer verständliche "schizophrene" Haltung schlägt sich im rechtlichen Regelungswerk hinsichtlich der Sklaverei nieder, das somit ein treues Spiegelbild von ideologischen Widersprüchen, juristischen Kompromissen und philosophischen Grundüberzeugungen der römischen Gesellschaft bietet.

Referentin

Tiziana J. Chiusi studierte in ihrer Heimatstadt Rom, in Freiburg und in München Rechtswissenschaft. Sie promovierte an der berühmten römischen Universität "La Sapienza" über römisches Prozess- und Insolvenzrecht und habilitierte sich an der LMU München über römisches und deutsches Bereicherungsrecht im rechtsvergleichenden europäischen Kontext. Seit 2001 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Zivilrecht und Römisches Recht an der Universität des Saarlandes. Ihre wissenschaftlichen Interessen gelten neben dem Zivilrecht und dem Römischen Recht der europäischen Rechtsvergleichung und dem Recht der Europäischen Union.

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